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Archiv für die Kategorie „Personalwesen“

Arbeitssicherheit wird ab 2011 vereinheitlicht

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Zum 01.01.2011 wird der Bereich der Arbeitssicherheit durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) die „DGUV-Vorschrift 2“ neu geregelt. Erstmals gelten dann für die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen gemeinsame Regelungen bei der Umsetzung des Arbeitssicherheitsgesetzes. Somit werden Betriebe und öffentliche Arbeitgeber hinsichtlich der Arbeitssicherheitsbestimmungen gleich behandelt. Die neue Regelung bedeutet aber auch eine Abkehr von dem bisher angewandten Ermittlungsverfahren, dass ausschließlich auf die Festlegung von starren Einsatzzeiten für die Betreuung der Arbeitssicherheit und der Arbeitsmedizin beruhte. Zukünftig stehen im Bereich der Grundbetreuung und der betriebsspezifischen Betreuung die von Sicherheitsfachkräften und Arbeitsmedizinern in Zusammenarbeit mit den Unternehmen bzw. Verwaltungen zu erbringen Leistungen, die anhand eines Leistungskataloges zu ermitteln und festzulegen sind, im Vordergrund.

Ich konnte die Vorschrift in meiner beruflichen Tätigkeit bereits kennenlernen und deren Umsetzung als einer von sechs bundesweit agierenden Pilotanwendern testen. Die dabei gemachten Erfahrungen wurden am 03./04.11.2011 im Rahmen einer Informationsveranstaltung, an dem hochrangige Vertreter aus den Bereichen Politik, Arbeitssicherheit, Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen teilnahmen, an der Akademie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in Dresden vor mehr als 200 Zuhörern präsentiert.

 

Die DGUV-Vorschrift 2 bringt folgende Vorteile bzw. Veränderungen mit sich:

  • Die Vorschrift dient als Instrument zur Verbesserung des betrieblichen Arbeitsschutzes – durch diese Vorschrift wird eine neue Ära im Arbeitsschutz eingeläutet. Es ergibt sich dadurch sicherlich eine „Qualitätssteigerung“.
  • Mehr Transparenz durch klare Leistungsbeschreibungen. Diese dienen als Nachweis gegenüber dem Unfallversicherungsträger, erleichtern zudem aber auch die Abrechnung mit den beauftragten Fachkräften für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt.
  • Die DGUV-Vorschrift 2 passt die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung passgenau den spezifischen Gefährdungen des jeweiligen Betriebs- bzw. Verwaltungsteils an. Die Arbeitssicherheit ist dadurch „fassbarer“.
  • Die in der Vorschrift enthaltenen Aufgaben- und Leistungskataloge sind eine hilfreiche Unterstützung bei der Erfüllung der Anforderungen bzw. der Bedarfsermittlung.
  • Die neue Vorschrift hilft die Organisation des gesamten betrieblichen Arbeitsschutzes zu überdenken, zu überprüfen und auf die jeweiligen Erfordernisse und Vorschriften anzupassen. Es findet eine klare Konkretisierung statt.
  • Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die Betriebsärzte haben eine verpflichtende Beratung bei der Ermittlung und der Aufteilung der Betreuungsleistungen zu erbringen – Aufwertung des Arbeitssicherheitsausschusses – da sich aus der Vorschrift viele Themen ergeben.
  • In der Vergangenheit wurde die Arbeitssicherheit anhand starrer Einsatzzeiten durchgeführt. – künftig wird die individuelle betriebliche Gefährdung anhand von Gefährdungsbeurteilungen ermittelt und damit ein entscheidender Maßstab für die Betreuungsleistungen festgelegt.
  • Gut ist auch die Vereinheitlichung der Vorschrift. Damit gelten für den öffentlichen Dienst und die freie Wirtschaft einheitliche und verbindliche Vorschriften.
  • Ebenfalls ein guter Ansatz ist die bewusste Zusammenführung der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung. Die gesetzlich vorgeschriebene Kooperationsverpflichtung hilft sicherlich die eine oder andere aufkommende Fragestellung in Sachen Arbeitsschutz schneller zu lösen.

Weitere Informationen zum Thema findet man unter: http://www.dguv.de

 

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Ab 2011 gibt es keine neue Lohnsteuerkarte mehr

Lohnsteuerkarte

Ab dem Jahr 2011 ändert sich das Verfahren mit den Lohnsteuerkarten. Sie erhalten ab diesem Jahr dann keine neue Papierlohnsteuerkarte mehr von Ihrer Wohnortgemeinde zugesandt. Die grundlegende Änderung kommt aber erst im Jahr 2012 – trotzdem gibt es für 2011 keine Lohnsteuerkarte mehr – für das Jahr 2011 gilt die Lohnsteuerkarte für 2010 quasi weiter.

Mehr Informationen zum Themen, das viele von uns betrifft, findet man hier.

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